
Streckenverlauf:
Unser Weg beginnt bei der Informationstafel am Friedhofseingang
(S) und führt
uns auf dem Feldweg entlang am Gruber Hölzl.
1. Am NW-Rand und Außenbereich des Forstes trifft man auf
eine vielfältige Vegetation:
Dichtes Buschwerk, Jungwald und wettererprobte Randbäume,
2. etwas weiter am Waldrand entlang ist ein Baum mit einem Hornissennest
zu betrachten
3. wieder ein Stück auf dem Weg zurück biegen wir nach
rechts in den Wald hinein ab.
Nach etwa 150m trifft man auf einen ausgehöhlten Baumstamm,
indem sich Honigbienen
hinter Glas beobachten lassen.
Dort, wo der Waldweg scharf nach rechts abknickt, gehen wir geradeaus
noch ein paar
Schritte weiter bis zu einer kleinen Lichtung (4).
4. Die Bank beim Jungwald und der alten Kiefer lädt ein
zum Verweilen. Man kann den vielfältigen
Vogelstimmen lauschen, Nistkästen beobachten und das Harzsammeln
am Baumstamm kennenlernen,
wie es früher die Pechler ausübten, als wichtiger Zweig
der ehemaligen Waldwirtschaft.
5. Wir kehren darauf zu der Stelle beim abknickenden Waldweg
zurück und wandern nach link weiter über
die Wellen der Hochäcker (5) Die Hochäcker im "Gruber
Hölzl" zeigen sich als wellige Erhebungen quer zu
unserem Waldpfad. Die Äcker wurden in Notzeiten versteckt
im Wald angelegt. Die gewölbte Form ergab
sich durch das wiederholte Pflügen zur Mitte hin.
6. Mischwald aus Laub und Nadelbäumen: Er wirkt Monokulturen
entgegen und hilft somit,
die Schädlingsverbreitung einzugrenzen.
7. Fledermausplatz, kenntlich durch die Nist- und Schlafkästen.
Bis zu 20 Tiere können zuweilen Platz in einer
der Wochenstuben finden. Fledermäuse sind wichtige Mitglieder
im ökologischen Zusammenwirken der
Lebensgemeinschaft Wald.
8. Wenn wir nun nach rechts auf einen kleinen Waldweg abbiegen
erreichen wir nach etwa 30m ein Infohaus,
das vielfältige Möglichkeiten bietet, sich über
Flora und Fauna des Waldes zu informieren.
9. Lehrbienenstand an der Streuobstwiese
10. Wir gehen auf den Naturpfad zurück und wandern nach rechts
weiter.
Wir gelangen zu einem Grenzstein mit den Buchstaben "KW"
(Klosterwald). Der Forst war bis vor 200 Jahren
unterteilt in einen östlichen Bereich im Besitz des Klosters
Ebersberg, einen westlichen herzoglichen Teil und einen
Bürgerwald im Süden. Das dichte Gewirr von Zweigen und
Ästen dient Boden- und Heckenbrütern als
willkommene Zuflucht.
11. Pollen- und Nektar-Oase: wir sehen eine Streuobstwiese mit
Obstbäumen, einer Blütenhecke und der
sogenannten Bienenweide, eine besondere Pflanzenmischung auf der
Wiese, die Wild- und Honigbienen sowie
Schmetterlingen und Schwebfliegen Nektar bietet.
12. Wir erreichen einen Wildzaun am Waldrand.
13. Wegweiser zur Franziskuskapelle bei der Doppeleiche. Dort
befindet sich auch das Insektenbiotop,
das einer Vielzahl von Insekten Unterschlupf bietet.
14. "Beim Stiegl". Die Stelle diente noch vor 50 Jahren
als Steig über den Parkzaun für
Waldarbeiter und Forstpersonal.
15. Klanghölzer und Musikalisches Waldfest 2008.
16. Totholzstamm. Vermodernes Holz ist ein wichtiges Biotop für
Käfer, Ameisen, Pilze und
Kleintiere wie Spechte, Nager und Echsen.
17. Am Wildgehege sind Wildschwein-Skulpturen aus Holz und ein
Dachsbau zu sehen.
18. Adler: Der Raubvogel auf dem Windbruchbaum wurde unmittelbar
aus dem abgeknickten Stamm
gesägt außerdem: Tiere des Waldes als Schnitzarbeiten,
nur mit einer Motorsäge gestaltet.
19. Beim Vaashölzl. Wir beachten das Fichtendickicht und
die "Reisighäuser" für Heckenbrüter,
Igel
und sonstige Kleintiere. Rechts im Dickicht eine ansehnliche Ameisenburg.
20. Links vom Weg Stieleichen und Roteichen. Sie dienten einst
der Eichelmast für Schweine,
die in den Wald zur Futtersuche getrieben wurden
(daher der alte Forstinninger Wegname "Herdgasse", heute
Parkstraße). Die Baumläuferkästen
dienen auch den Fledermäusen als Wochenstuben.
Das Seegras (Seggengras), auf dem Waldboden unter den Eichen verwendeten
in der Vergangenheit
die Sattler getrocknet als Polstermaterial.
21. Holzverwertung und Holznutzung: Hier lassen sich Hölzer
für verschiedenste Verwendungsarten betrachten.
Außerdem ist der Nutzungskreislauf vom Baum über Holz
zur Papierherstellung und schließlich Brennmaterial zu sehen.
22. Nonnenraupe - Kletterbaum - Käferfallen
23. Wo früher die Herdgasse oder das Inninger Straßl
durch den Parkzaun in den Forst lief, sperrte ein Gatter
den Weg um das Wild von den Feldern fernzuhalten.
Der Fichtenstamm mit seinen Flachwurzeln bildet den End- und
Wendepunkt unseres Naturpfades.
Der ganze Weg kann bequem hin und zurück in einer Stunde
gegangen werden. (Die in der Wegbeschreibung
eingestreuten Zahlen verweisen auf die sehenswerten Halte- bzw.
Beobachtungspunkte, die in der Karte
ausführlich beschrieben sind. .
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